Melden Sie sich im Netzwerk an und nehmen Sie an unseren Werkstätten teil!

 

» Anmeldung


Let’s share it! Bei unserem Partner Unilever widmen wir uns am 19.09.17 in Hamburg dem Thema 'Vereinbarkeit von Familie & Beruf für Männer & Frauen'.

 

» Synergiewerkstatt XXIV


Wie kann Digitalisierung zu Effektivitätssteigerung und Mitarbeiterorientierung genutzt werden? Dieser und ähnlichen Fragen gehen wir gemeinsam mit unserem Partner, der AOK Hessen, am 28.11.17 in Frankfurt am Main nach.

» Synergiewerkstatt XXV


Bleiben Sie über das Netzwerk informiert!

 

» Newsletter


Deutsche BP: Diversity-Anekdoten

Kundenbedürfnisse erkennen

Um Bedürfnisse der KundInnen zu erkennen, muss (nicht nur) die Marketingabteilung hinterfragen: Welche Teile der Bevölkerung arbeiten, leben und kaufen in welcher Weise? Das inspirierte die Marketingabteilung der BP zu der Frage: Welche Kundengruppe kommt mit welcher Einstellung zur Tankstelle? Über Studien wurde festgestellt, dass die Mehrheit der Frauen nicht gerne zur Tankstelle fährt. Daraus folgte: unsere Tankstellen müssen anders gestaltet werden! Frauen bevorzugen helle und saubere Tankstellen, die sich durch frische Ware im Shopbereich auszeichnen und die keine provokanten Warenangebote im Kassenbereich platziert haben. An den Aral-Stationen wurde reagiert – und der Erfolg gibt Recht!

 

Vielfalt in Unternehmensfusionen

Während der Integration von BP mit Veba Oel und Aral wurde Diversity & Inclusion in Deutschland eingeführt. Mit der Unterstützung des CEO wurde zunächst das Topmanagement über ein Peer Mutual Mentoring zusammengebracht. Topmanager aus verschiedenen Bereichen mit unterschiedlicher Unternehmensherkunft bildeten für neun Monate ein Mentoring-Team. So erhielten die „Blauen Araler“, „Grünen BPler“ und „Roten Veba Oeler“ Einblicke in das Umfeld, die Erfahrungen und die Einstellungen des jeweils anderen. Bei gemeinsamen Projekten arbeiteten die TeilnehmerInnen wesentlich schneller und effektiver zusammen, da eine hohe Wertschätzung füreinander entstanden war. Das Beste von jedem zu bewahren („best of both“) wurde zum Motto der Integration. Deutliches Zeichen war die Entscheidung, die Marke Aral in Deutschland zu behalten.

 

Offener Austausch über interkulturelle Missverständnisse

Deutsche sind berühmt für ihre direkte Art: Meinungen und Entscheidungen werden klar und deutlich geäußert. Angehörige anderer Kulturen wie beispielsweise Briten pflegen dagegen einen eher indirekten Umgang miteinander. Kritik oder gar Ablehnung wird nicht klar ausgesprochen – je höher der Bildungsgrad, desto subtiler fallen kritische Äußerungen aus und desto schwieriger wird es für Deutsche, sie zu verstehen. Diese Herausforderungen fanden sich auch in deutsch-britischen Meetings auf Entscheiderebene. Darin wurde viel diskutiert, aber nach Meinung der Deutschen keine Entscheidung getroffen. Ein Deutscher sprach den britischen Vorsitzenden offen an: er hätte Probleme, Entscheidungen zu erkennen. Dies führte zum freundschaftlichen agreement, dass in Besprechungen die britische Seite explizit hervorhob: „This is now a decision“. Die freundschaftliche Direktheit schaffte nicht nur Klarheit für die Deutschen, sondern auch gegenseitige Verbundenheit und Empathie. Im Verlauf der Zusammenarbeit lernten die Beteiligten immer mehr voneinander. Schließlich wurden die Hinweise hinfällig, wurden aber aufgrund des freundschaftlichen und humorvollen Umgangs als running gag beibehalten.

nach oben