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SW 33: Ethnische Vielfalt

Wie sich Alltagsrassismus in Unternehmen bekämpfen lässt, diskutieren wir am 26.11.2021 online mit der Deutschen Bank.

 

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Raus aus den Schubladen

In einem Videomitschnitt der Handelsblatt-Initiative The Shift können Sie Ihre ‚Denk-Schubladen‘, den Unconscious Bias, nachvollziehen.

 

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Synergiewerkstatt 32: Mit Diversity & Disability durchstarten

Freitag, 25.06.2021, 9:00–13:00 Uhr
mit anschließender virtueller Mittagspause

Liebe Mitglieder und Schnuppergäste der Synergiewerkstatt 32,
bitte loggen Sie sich in der linken Spalte unten ein, um die für Sie exklusiven Materialien einsehen zu können.

Wie kann man Barrieren in den Köpfen abbauen und echte Inklusion schaffen? In der 32. Synergiewerkstatt des Netzwerks ‚Synergie durch Vielfalt‘ haben wir folgende Lösungen gefunden:

10 Tipps,
um mit Diversity & Disability durchzustarten: 

1. Mutig sein.
2. Klein anfangen.
3. Mitmacher_innen und Mutmacher_innen finden.
4. Schulterschluss zwischen Schwerbehinderten-vertretung und Diversity Management schaffen.
5. Perspektivenwechsel anstoßen.
6. Potenzialorientierung statt Defizitdenken. 
7. Netzwerk für Inklusion gründen.
8. Persönliche Geschichten berichten lassen.
9. Austauschmöglichkeiten schaffen.
10. Individuelle Lösungen finden.

Zum Ergebnisprotokoll (nur für Mitglieder und Schnuppergäste)

Dr. Petra Köppel zitierte zur Definition von Menschen mit Behinderung die Behindertenrechtskonvention der UN 2009, nach der als „behindert“ die Menschen gelten, „die langfristige körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben, welche sie in Wechselwirkung mit verschiedenen Barrieren an der vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe an der Gesellschaft hindern können.“ Doch leider ist Deutschland weit von einer inklusiven Gesellschaft entfernt. Die Zahl von Menschen mit Behinderung steigt, 33% von ihnen fühlen sich einsam und über 11% sind arbeitslos – weit mehr als Menschen ohne Beeinträchtigung. Daher ist das Diversity Management nun endlich aufgefordert, sich auch um die Dimension ‚Behinderung‘ zu bemühen und die Arbeit der Schwerbehindertenvertretungen zu unterstützen. Damit wird erstens eine strategische Verankerung geschaffen. Zweitens sollte auf Potenziale fokussiert werden und drittens bei Inclusion auch an Menschen mit Behinderung gedacht werden.

Zu den Folien und zum Video-Mitschnitt (nur für Mitglieder und Schnuppergäste)

Stefan Kiefer, Geschäftsführer des Charta der Vielfalt e.V., und Niko Kappel, Paralympic-Sieger und Weltmeister im Kugelstoßen, erzählten aus ihrer Erfahrung: „Wer ist hier behindert? Barrieren im Kopf abbauen.“ Stefan Kiefer mit 1,93 Meter Körpergröße passt kaum in ein Hotelbett und plädierte für Offenheit auf beiden Seiten. Die Bereitschaft, Vorurteile gemeinsam abzubauen, trägt dazu bei, in der Arbeitswelt ein Klima der Wertschätzung und des Respekts aufzubauen. Niko Kappel, der sich mit 1,41 Meter als „Größerer unter den Kleinwüchsigen“ bezeichnete und nach eigenen Angaben die Bettdecke auch quer verwenden kann, plädierte dafür, die Stärken eines Menschen zu sehen. Gerade im Sport, in dem Körperlichkeit wesentlich ist, stellen Menschen schnell fest, in welcher Disziplin sie gut sind. Genauso sollten Arbeitgeber die Stärken ihrer Mitarbeitenden erkennen und sie danach einsetzen. Meist sind es Barrieren im Kopf, welche Menschen in ihrer Leistung behindern. Und die gilt es gemeinsam abzubauen!

Zum Video-Mitschnitt (nur für Mitglieder und Schnuppergäste)

Nicole Simba, Expertin für Inklusion vom Bezirk Oberbayern, berichtete davon, wie unter ihrer Leitung der Aktionsplan Inklusion für den Bezirk entwickelt wurde. In einem umfassenden Projektmanagement wurde das ‚Leitbild Inklusion’ des Bezirks Oberbayern und die UN-Behindertenrechtskonvention als Basis für eine strukturierte Umsetzung genommen. Dabei wurden Mitarbeiter_innen mit sichtbaren sowie nichtsichtbaren Behinderungen und allen Abteilungen einbezogen, um gemeinsam Ziele und Maßnahmen zu erarbeiten. Dabei standen 3 Stränge im Fokus: Informations- und Akzeptanzmanagement, Bewusstseinsbildung und Strukturplanung. Zu bewusstseinsbildenden Maßnahmen gehörten ein Rollstuhl-Parcours, die Aktion Blindsein-Erleben, ein eindrücklicher Vortrag über die sozialpolitische Bedeutung von Inklusion sowie eine Ausstellung mit Phil Hubbe-Cartoons. Inzwischen ist das Projekt erfolgreich abgeschlossen. In der Nachfolge wird nun ein neuer Fachbereich Vielfalt und Inklusion aufgebaut.

Zu den Folien und zum Video-Mitschnitt (nur für Mitglieder und Schnuppergäste)

Alfons Adam, Gesamtvertrauensperson der schwerbehinderten Menschen in der Daimler AG, erzählte von seinen jahrzehntelangen Erfahrungen im Einsatz für Inklusion und zu seinem aktuellen Projekt, nämlich die digitale Barrierefreiheit bei Daimler.Seiner Erfahrung nach sind 90% der Schwerbehinderungen nicht sichtbar. Adam zufolge gibt es in Deutschland auch gut gestaltete Gesetze zur Einbeziehung, doch fehlen bei Verstößen die Rechtsfolgen, sodass Deutschland „nicht inklusionsfreundlich ist“. Drei Appelle hielt Adam bereit: bei der Sensibilisierung verdeutlichen, dass Barrierefreiheit nicht nur für Schwerbehinderte, sondern potentiell für alle Mitarbeiter_innen hilfreich ist; das Thema auf Vorstandsebene ansiedeln und von dort die Menschen ansprechen lassen; den Schulterschluss mit Diversity Management suchen. Auch Behindertenverbände arbeiten oft parallel und sollten zur Zusammenarbeit motiviert werden.

Zum Video-Mitschnitt (nur für Mitglieder und Schnuppergäste)

Workshop 1: Ein Inklusionsnetzwerk aufbauen – Erfahrungen der ERGO (Bianca Boudein, Diversity Managerin ERGO Group, & Sonja Kluth, Sprecherin des Inklusionsnetzwerks der ERGO Group)

Den Mut haben, klein anzufangen und stetig zu kommunizieren, das steht am Anfang jeder Netzwerkarbeit. Dazu sind Mitmacher_innen und Mutmacher_innen gefragt: Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen müssen den Mut aufbringen, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Zu Workshop 1 (nur für Mitglieder und Schnuppergäste)

Workshop 2: Menschen mit Beeinträchtigung einbeziehen – Vorgehensweise und Erfolgsfaktoren (Nicole Simba, Bezirk Oberbayern)

Offenheit auf allen Seiten fördern und den Mut für individuelle Lösungen finden: Inklusion kann nicht übers Knie gebrochen werden, sondern muss maßgeschneiderte Arbeitsplätze je nach Anforderungen sowohl des_r Arbeitnehmer_in als auch der Stelle bieten.

Zu Workshop 2 (nur für Mitglieder und Schnuppergäste)

Workshop 3: Den Dialog anstoßen und Hemmungen abbauen – Menschen mit und ohne Behinderung ins Gespräch bringen (Dr. Petra Köppel, Synergy Consult)

Wissen und Erfahrungen bauen Unsicherheit ab und machen Mut. Eine Fehlerkultur erlauben, Dialog-Events gestalten, Unconscious Bias-Spiele anbieten, Kontakte zwischen Menschen mit und ohne Behinderung ermöglichen sowie Wissen über Beeinträchtigungen vermitteln – das waren fünf konkrete Empfehlungen dieser Gruppe.

Zu Workshop 3 (nur für Mitglieder und Schnuppergäste)

Materialien für Mitglieder und Schnuppergäste

  • Zum Ergebnisprotokoll inklusive Folien und Video-Mitschnitt von Dr. Petra Köppel: Gelebte Inklusion in Deutschland
  • Zum Video-Mitschnitt von Stefan Kiefer und Niko Kappel: Wer ist hier behindert? Barrieren im Kopf abbauen
  • Zu den Folien und Video-Mitschnitt von Nicole Simba: Aktionsplan Inklusion – so haben wir es gemacht
  • Zum Video-Mitschnitt von Alfons Adam: Digitale Barrierefreiheit – das Projekt bei Daimler
  • Zu Workshop 1: Inklusionsnetzwerk! mit Bianca Boudein & Sonja Kluth
  • Zu Workshop 2: Menschen mit Beeinträchtigung einbeziehen! mit Nicole Simba
  • Zu Workshop 3: Den Dialog anstoßen! mit Dr. Petra Köppel