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SW 30: Diversity Online

New Work is here! Die Auswirkungen auf Diversity Management diskutieren wir in unserer 30. SW.

 

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Kultur

‚Kultur’ steht an dritter Stelle der Diversity-Prioritäten und verweist auf sehr unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und Bedürfnisse.

Unter diese Dimension werden sowohl AusländerInnen als auch Menschen mit Migrationshintergrund gefasst, u.a. Eingebürgerte, SpätaussiedlerInnen, MigrantInnen und Nachkommen aus Migrationsfamilien in zweiter und dritter Generation. Allein diese Gruppen sind äußerst heterogen z.B. in Bezug auf Geburtsland, Aufenthaltsdauer, Alter usw. Laut Migrationsbericht hatte in Deutschland 2018 jeder vierte Einwohner einen Migrationshintergrund (25,5 Prozent).

Doch gehören zu ‚Kultur’ auch internationale Begegnungen, vor allem durch Auslandseinsätze, internationale Fusionen und Übernahmen sowie (virtuelle) internationale Teams. Die Globalisierung erhöht den Bedarf nach interkulturell kompetenten MitarbeiterInnen stetig.

Das Aktionsfeld ist daher sehr weit. Seminare zu interkultureller Führung und Vorbereitungen für Auslandseinsätze sind seit langem gängige Praxis. Unternehmen arbeiten intensiv daran, international als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden und Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben. Menschen mit Migrationshintergrund werden als ArbeitnehmerInnen neu entdeckt – doch dabei gibt es noch einige Hürden abzubauen. Zudem müssen Unternehmen dafür sorgen, dass das Potenzial einer heterogenen Belegschaft stärker genutzt wird.

In unseren Synergiewerkstätten stellen wir immer wieder fest, dass multikulturelle Belegschaften ein Gewinn sind – aber nur unter der Voraussetzung, dass Unterschiede erkannt, als Bereicherung verstanden und konstruktiv gesteuert werden. Denn Ressentiments und interkulturelle Konflikte können die Produktivität durchaus einschränken. Unsere eigene Forschung hat ergeben, dass insbesondere für kreative Aufgaben multikulturelle Teams geeignet sind. Sie übertreffen in ihrer Effektivität homogene Teams – wenn man ihnen denn zunächst mehr Zeit und Energie zugesteht. Zunächst müssen sie interkulturelle Konflikte beilegen, interkulturelle Kompetenz aufbauen und Synergien durch verschiedene Perspektiven und Erfahrungen möglich machen.